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Peggy


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Wer von uns Orchideen hat ist sehr viktorianisch.

Im 19.-Jahrhundert waren Orchideen ihrer Ausstrahlung wegen Prestige-Objekte und nur vermögenden Bürgern vorbehalten. Sie stillten die Sehnsucht nach fernen Ländern und brachten ihren Besitzern eine Aura von Weltgewandheit ein.
Wo Nachfrage, da Geldmacherei: Handesgärtnereien heuerten "Orchideenjäger" an, die in Süd- und Mittelamerika nach immer neuen Pflanzen suchten. Die Folge dieser skrupellosen Geschäftemachrei waren geplünderte Tropenwälder und absurd hohe Preise: 1903 wurde eine Orchidee mit dem schönen Namen "Stern von Kolumbien" zu umgerechnet ca. 150.000,- € verkauft.
Orchdeensammler waren z.B. die Hamburger Familie Jenisch, mit einer international anerkannten Sammlung von ca. 875 verschiedenen Arten.
Mitte des 19.-Jahrhunderts kamen die ersten Cattleya-Orchideen nach Europa. Eigentlich wurden sie als Verpackungsmaterial für Nutzpflanzen nach England verwendet. Doch mit der Zeit erkannte man immer mehr die Schönheit dieser Pflanze.
Die Züchtung der Nchtfalter-Orchidee (Phalaenopsis) begann etwa Ende des 19.-Jahrhunderts.
Orchideen gehören zu den grössten und artenreichsten Pflanzenfamilien der Erde und zu den Ältesten. Sei sollen bereits seit über 80-Millionen Jahre auf der Erde blühen.


Frage nicht nach dem Sinn des Lebens - gib ihm einen!
Tagore
03.10.11, 20:16:30
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